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Es funktioniert nicht mehr — und der Arzt sagt, alles sei in Ordnung

Blutwerte gut. Testosteron im Normbereich. Gefäße unauffällig. Und dann standen Sie wieder auf der Straße — mit einem Befund, der nichts erklärt, und einem Problem, das immer noch da ist. Dieser Satz gehört zu den einsamsten, die es in diesem Bereich gibt: Man hat getan, was man tun soll, und wird mit dem Ergebnis allein gelassen. Dabei ist der Befund keine schlechte Nachricht. Er heißt nicht »Sie bilden sich das ein«. Er heißt: Die Bauteile sind intakt, der Grund liegt woanders. Und was einen Grund hat, lässt sich verändern.

Wenn körperlich alles in Ordnung ist — liegt es dann an mir?

Nicht in dem Sinn, wie Sie das meinen. Der häufigste Grund ist die Angst vor dem nächsten Mal: Es ging einmal nicht — nach einem langen Tag, nach zwei Gläsern zu viel, aus keinem Grund. Beim nächsten Mal denken Sie daran. Und Erektion und Kontrolle schließen sich aus. Sie können sie nicht wollen, so wenig wie Sie einschlafen können, indem Sie sich vornehmen einzuschlafen. Je mehr Sie sich anstrengen, desto sicherer geht es schief. Das ist kein Versagen, das ist ein Mechanismus — und man kann ihn aushebeln.

Ist das nicht einfach das Alter?

Teilweise, und das sagt Ihnen selten jemand: Ab etwa vierzig kommt die Erektion nicht mehr von allein. Nicht mehr durch einen Gedanken, nicht mehr durch einen Blick. Sie braucht Berührung, Zeit, direkten Reiz. Das ist keine Störung, das ist Physiologie. Viele Männer erwarten mit fünfzig weiter, was mit zwanzig ging, und deuten den Unterschied als Versagen. Was nicht zum Alter gehört: dass gar nichts mehr geht, dass es allein funktioniert und zu zweit nicht, oder dass es von einem Monat auf den anderen aufhört.

Können Medikamente dahinterstecken?

Sehr oft. Betablocker, Antidepressiva, Blutdruckmittel, manche Prostatamedikamente, Entwässerungsmittel. Es ist eine der häufigsten Ursachen überhaupt und wird im Sprechzimmer selten angesprochen, weil weder Arzt noch Patient das Thema anschneidet. Wenn Sie regelmäßig etwas nehmen und es zeitlich zusammenfällt: Fragen Sie ausdrücklich nach. Es gibt oft Alternativen. Setzen Sie nichts eigenmächtig ab.

Ich nehme die Tabletten. Reicht das nicht?

Für viele ja, und dagegen ist nichts einzuwenden. Wenn Sie das hier lesen, reicht es vermutlich nicht. Die Tabletten verbessern die Durchblutung — sie machen keine Lust, und sie klären nichts, was zwischen Ihnen steht. Manche Männer sagen mir: Es geht, aber es fühlt sich nach Reparatur an. Genau da fängt meine Arbeit an.

Ein Gespräch.

Sie erzählen, was los ist. Ich höre zu.
Danach sage ich Ihnen ehrlich, woran es aus meiner Sicht liegt. Und was Sie tun können.
Allein oder zu zweit — beides geht. Sechzig Minuten, online, vorab bezahlt. 99 €.
Kein Abo. Keine Zehnerkarte. Keine Verpflichtung. Wenn Sie wiederkommen möchten: gerne. Wenn nicht: auch gut.

Ich unterliege der Schweigepflicht nach § 203 StGB. Es wird nichts aufgezeichnet. Ich mache keine Notizen über Gesprächsinhalte. Niemand erfährt, dass wir geredet haben.
Jürgen Sturm, Sexual- und Paartherapeut. Über zwanzig Jahre Praxis. Online, deutschlandweit.

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